Dienstag, 30. Juni 2015

"Zentangle" oder Zeichnen gegen die Nervosität

Ach, gibt es das denn? Da ist der Juni echt vorbeigerauscht und die Lisa hat es nicht einmal geschafft einen Post zu schreiben. Ohje ohje... doch bevor der Monat ganz rum ist, möchte ich doch wenigstens EINEN Post in diesem Monat schreiben, auch, wenn ich weder bei meiner Häkeldecke weitergekommen bin, noch etwas genäht habe. Meine Nähmaschine steht immer noch unberührt hier auf meinem Schreibtisch und setzt so langsam eine leichte Staubschicht an... (für alle, die es nicht mehr so genau wissen: Ich hatte sie dieses Jahr erst 2x benutzt! *schockschwerenot*)

Aber irgendwie ist mir momentan auch nicht so nach Nähen. Dafür habe ich den Kopf immer noch zu voll mit "anderen Dingen". Und wenn ich schon daran denke, ich müsste mir überlegen, was ich nähen möchte, Stoffe raussuchen, zuschneiden, ... da stellen sich grad alle Nackenhärchen auf. Viel zu viele Entscheidungen und Überlegungen. Da müsste ja eigentlich das Häkeln besser klappen, könnte man dann denken. Denn da brauch ich ja nicht überlegen sondern einfach machen - ich habe das immer gleiche Muster für meine Häkeldecke und die Farben sind auch schon vorgegeben. Doch ganz ehrlich, auch dafür bin ich momentan zu hibbelig und zu unruhig. (Liegt wohl an den bevorstehenden Ereignissen... bis zum Standesamt sind es nur noch 4 Tage!)

Aber als ich neulich beim Stöbern im Netz (denn das mache ich durchaus noch gerne) auf diese herrlichen schwarz-weißen "Zentangles" gestoßen bin, habe mich sofort wieder an meine Schulzeit erinnert gefühlt, wo man noch auf jeden Collegeblock den Rand mit den verschiedensten Mustern verziert hatte, weil der Unterricht nicht so spannend war und ich mich dabei besser konzentrieren konnte. Gleich gestern (erster Urlaubstag!!) habe ich mir dann Stift und Papier geschnappt und habe drauflosgezeichnet. 


Ich hatte ganz vergessen, wie viel Spaß das macht... und wie entspannend das ist! Es ist so herrlich einfach, weil man fast nix braucht und dabei kann man sich und seine Gedanken sortieren. Ich konnte den ganzen anderen Kram dabei völlig ausblenden und mich ganz reduzieren. Man braucht sich auch keine Gedanken über das Gesamtvorhaben machen, denn irgendwie kommt alles von allein. Und schwups (4 Stunden später) war mein erstes Zentangle fertig. 


Bin richtig begeistert: Endlich wieder eine Beschäftigung, die mich entspannt und erdet. Denn von Tag zu Tag mehr, wachsen die Momente in denen ich wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend laufe und den Anflügen von Panik verfalle. (Bitte sagt mir, dass das normal ist!?!) :D
Was ich jetzt mit dem fertigen Bild anstelle, weiß ich zwar gerade noch nicht. Aber das ist auch grade noch nicht so wichtig und ich bin mir sicher, dass ich da noch etwas Schönes finde. Und bis dahin, findet ihr mich auf dem Balkon mit Stift und Papier.


Ich schicke euch allerliebste sommerliche Grüße. 
Genießt die Sonne und lasst es euch gut gehen!




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